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11Stat ist eine Plattform für Fußball-Datenanalyse und Wahrscheinlichkeitsmodellierung — Expected Goals (xG), Multi-Engine-Wahrscheinlichkeitsmodelle und historische Kalibrierung, verifiziert an echten Ergebnissen. Es werden keine Wetten angenommen und keine Ergebnis- oder Einkommensgarantie gegeben.
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Was ist Closing Line Value (CLV)?

Closing Line Value (CLV) ist der Abstand zwischen dem Preis im Moment einer Einschätzung und dem Schlusspreis des Marktes: Stehen die eigenen Einschätzungen systematisch vor dem Schluss, schlägt der Prozess den informiertesten Zustand des Marktes. Kurzfristige Trefferserien sind überwiegend Glück; systematisch positiver CLV ist der verlässlichste bekannte Indikator für Prognosefähigkeit. 11Stat verfolgt CLV als Modellqualitäts-Kennzahl und berichtet offen darüber — diese Seite ist eine analytische Erklärung, keine Wettberatung.

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Die Definition: Wo standest du relativ zum Schluss?

Angenommen, eine Einschätzung am Montag entsprach einem Preis von 50%, und bis zum Anpfiff hat der Markt dasselbe Ergebnis mit 55% bepreist. Der Schluss hat sich in deine Richtung bewegt: Das ist positiver CLV. Wäre der Schluss bei 45% gelandet, wäre es negativer CLV.

Die Stärke des CLV liegt darin, dass er das einzelne Spielergebnis ignoriert. Was auch immer an dem Abend passiert — gemessen wird, ob man vor oder hinter dem finalen, voll informierten Zustand des Marktes stand. Von allen Begriffen im Glossar ist er der am reinsten prozessorientierte.

Warum die Schlusslinie der Maßstab ist

Der Schlusspreis ist die Endform des Marktes, nachdem alles, was zwischen Eröffnung und Anpfiff hereingeflossen ist — Aufstellungen, Verletzungen, Wetter, Geld — bepreist wurde. Der wiederholte Befund der empirischen Literatur: Der Schlusspreis ist die genaueste bekannte Einzelschätzung von Spielwahrscheinlichkeiten; er irrt seltener als der Eröffnungspreis und seltener als fast jedes einzelne Modell.

Das ist Markteffizienz in der Praxis: Das Wissen tausender Teilnehmer aggregiert sich in einem Preis. Genau das macht das "Schlagen des Schlusses" zu einer anspruchsvollen Latte — und genau deshalb ist es ein ehrliches Qualitätsmaß. Die Preis-Wahrscheinlichkeits-Mechanik erklärt die Seite Quote vs Modellwahrscheinlichkeit.

CLV vs kurzfristige Ergebnisse: Prozess schlägt Anzeigetafel

Fußball ist ein Sport mit hoher Varianz: Ein schlechter Prozess kann wochenlang brillant aussehen, ein guter Prozess monatelang kalt laufen. Eine Serie von zehn Treffern — oder zehn Fehlschlägen — sagt statistisch fast nichts; die Stichprobe ist viel zu klein.

CLV verkürzt dieses Rauschen. Weil er einen Preisvergleich statt eines Ergebnisses misst, liefert jede Einschätzung einen aussagekräftigen Datenpunkt, und Können trennt sich bei deutlich kleinerer Stichprobe vom Glück. Er ist die numerische Form der Prozess-Ergebnis-Unterscheidung: Kurzfristig liest man, wo der Prozess gegen den Schluss steht, nicht die Anzeigetafel. Zusammen mit der Kalibrierung ist CLV einer der beiden fundamentalen Ehrlichkeitstests eines Modells.

Wie CLV berechnet wird: ein konkretes Beispiel

Die übliche Rechnung vergleicht die margenbereinigte (No-Vig-)Schlusswahrscheinlichkeit mit der Wahrscheinlichkeit zum Einschätzungszeitpunkt. Beispiel: No-Vig-Wahrscheinlichkeit 48% bei der Einschätzung, 53% zum Schluss → CLV = +5 Punkte (oder proportional +10,4%). Über Hunderte Einschätzungen werden der durchschnittliche CLV und der Anteil positiver CLV-Einschätzungen berichtet.

Wichtige Details: Der Vergleich muss denselben Markt und dieselbe Margenbereinigung verwenden; gelesen werden sollte die gesamte Verteilung, nicht einzelne große Positive; und bei kleinen Stichproben ist selbst CLV verrauscht — eine sinnvolle Lesart braucht Hunderte Datenpunkte.

Wie 11Stat CLV nutzt

Bei 11Stat ist CLV eine Modellqualitäts-Kennzahl, kein Handlungsaufruf. In Walk-Forward-Backtests (ohne Informationslecks) wird jede Modelleinschätzung mit der No-Vig-Schlusswahrscheinlichkeit des jeweiligen Spiels verglichen; durchschnittlicher CLV, Anteil positiver CLV und Aufschlüsselung nach Markt erscheinen neben den Berichten zum simulierten ROI. Schwankt der Papier-ROI, während der CLV stabil bleibt, ist diese Stabilität der am wenigsten irreführende Hinweis darauf, ob das Modell echtes Signal erzeugt.

Die Messkette — Methodik, Kalibrierung, CLV — prüft sich gegenseitig: Die Methodik zeigt, wie die Zahlen entstehen, die Kalibrierung, ob man ihnen trauen kann, und der CLV, wo der Prozess gegen den informiertesten Zustand des Marktes steht.

Die Grenzen des CLV: auch er ist keine Gewissheit

CLV ist stark, aber nicht makellos. In dünnen, wenig gehandelten Märkten ist der Schlusspreis weniger informiert und der Vergleich schwächer. Die Wahl der Margenbereinigung kann Ergebnisse um einige Punkte verschieben. Und wie jede Kennzahl täuscht er bei kleinen Stichproben: Ein paar positive Wochen sind kein Beleg für Können.

Am wichtigsten: Positiver CLV zeigt einen gesunden Prozess an; er verspricht kein Ergebnis, und 11Stat stellt ihn nirgends so dar. CLV ist ein analytisches Bewertungswerkzeug — keine Handlungsanweisung.

Häufig gestellte Fragen

Bedeutet positiver CLV garantierten Gewinn?

Nein, das bedeutet er nicht. Positiver CLV zeigt nur, dass Einschätzungen vor dem informiertesten Endzustand des Marktes standen; einzelne Ergebnisse unterliegen weiterhin hoher Varianz, und selbst lange positive CLV-Phasen können sich mit Verlustserien überschneiden. CLV ist ein Prozessindikator, kein Ergebnisversprechen.

Ist CLV eine Wettstrategie?

Nein; im Kontext von 11Stat ist CLV eine Diagnose der Modellqualität. Er misst und berichtet, wo die Einschätzungen des Modells relativ zum Schlusspreis standen — er enthält keine Handlungsempfehlung. 11Stat gibt keine Wettberatung.

Ist es ein sicherer Gewinn, wenn man den Schluss dauerhaft schlägt?

Nein — einen sicheren Gewinn gibt es in einer probabilistischen Domäne nicht. Systematisch positiver CLV ist ein starker Beleg, dass ein Prozess Information erzeugt; ob daraus Erträge werden, hängt von Margen, Varianz und Stichprobengröße ab und wird niemals gewiss. Bei 11Stat sind all diese Messungen Papier-Simulationskennzahlen.

Warum CLV statt kurzfristiger Trefferquote?

Weil kurzfristige Trefferquoten großteils eine Funktion des Glücks sind: Zehn-Spiele-Serien beweisen fast nichts. CLV verwandelt jede Einschätzung in einen ergebnisunabhängigen Preisvergleich, sodass sich Können bei viel kleinerer Stichprobe vom Glück trennt. Ist der Prozess gut, zeigt der CLV das lange vor der Anzeigetafel.

Wie groß muss die Stichprobe für CLV sein?

Es gibt keine exakte Schwelle, aber es braucht Hunderte Einschätzungen statt Dutzende — noch mehr bei Aufschlüsselung nach Markt und Liga. Deshalb veröffentlicht 11Stat CLV aggregiert in periodischen Backtest-Berichten, nicht als Kommentar zu einzelnen Spielen.

Misst 11Stat CLV mit echtem Geld?

Nein. Alle CLV- und ROI-Messungen bei 11Stat sind leckagefreie Walk-Forward-Simulationen über historische Daten — Papier-Kennzahlen. Ihr Zweck ist die Prüfung der Modellqualität; echten Geldfluss, Scheine oder Wett-Transaktionen gibt es auf der Plattform nirgends.

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